Legasthenie

Von einer Legasthenie spricht man, wenn ein durchschnittlich oder gar überdurchnittlich intelligenter Mensch Probleme beim Erlernen des Lesens oder/und Schreibens hat.

Verursacht werden diese Schwierigkeiten aufgrund einer differenten Sinneswahrnehmung, die in den Bereichen Optik, Akustik oder Raumwahrnehmung, vorhanden sein kann. Diese „andere Wahrnehmungsverarbeitung“ wird vererbt – daher kommt in Familien Legasthenie oftmals gehäuft vor.

Außerdem kann man bei legasthenen Menschen beobachten, dass die Aufmerksamkeit beim Schreiben oder Lesen oft nicht gehalten werden kann.

Um eine Legasthenie zu überwinden ist gezielte pädagogisch-didaktische Hilfe unbedingt anzuraten!

Wenn ihr mehr zum Thema Legasthenie erfahren wollt, kann ich euch gerne folgende Website vom Legasthenieverband empfehlen: https://www.legasthenie.at/was-ist-legasthenie/

Legasthenie oder Lese-Rechtschreibschwäche?

Um eine Förderung richtig planen zu können ist es wichtig zwischen einer genetisch bedingten Legasthenie und einer Lese-Rechtschreibschwäche (LRS), die nur vorübergehend auftritt, zu unterscheiden. Auslöser einer LRS können zum Beispiel ein unvorhergesehens Ereignis, wie die Scheidung der Eltern oder ein Todesfall in der Familie, ein Lehrerwechsel oder eine längere Krankheit des Kindes sein. Durch Aufholen des Lernstoffes und viel Übung kann man einer LRS entgegenwirken.

Mit einer Legasthenie kann man die Probleme in der Schule durch eine gezielte Förderung ebenfalls überwinden, jedoch ist der Fördereinsatz ein anderer. Ein legasthener Mensch ist und bleibt jedoch sein lebenlang ein legasthener Mensch.

Wichtig ist mir dabei, dass Sie wissen, dass Legasthenie KEINE Krankheit, Behinderung oder Störung ist, sondern eine andere Art der Wahrnehmung, die auch Vorteile mit sich bringt. Zum Beispiel können legasthene Menschen dreidimensionale Dinge besser wahrnehmen und haben meist ein besonderes Talent im technischen und im künstlerischen Bereich!

%d Bloggern gefällt das: